Gespräch in der Galerie Grenouille, Führung durch die Folgelandschaft des ehemaligen Tagebaus und angeleitetes Pleinairmalen direkt in der Landschaft
Die Veranstaltung verbindet künstlerischen Diskurs, landschaftliche Erfahrung und praktisches Arbeiten im Freien und setzt sich mit dem landschaftlichen Gestaltwandel in der Lausitz auseinander.
Den Auftakt bildet ein Gespräch in der Galerie Grenouille, zu dem Sebastian Arsand und Jens Puppe einladen (Teil 1). In einem konzeptualisierten Austausch sprechen sie über ihre künstlerischen Positionen und Arbeitsweisen im Umgang mit Landschaft als geformtem, veränderten und politisch aufgeladenen Raum. Im Zentrum stehen Fragen danach, wie sich Eingriffe wie Tagebau, Umnutzung und Rekultivierung in künstlerischen Praktiken widerspiegeln und wie Kunst helfen kann, Prozesse von Verlust, Transformation und Neubewertung sichtbar zu machen.
Im Anschluss folgt die Führung „Wir heilen Landschaft“ des FiB e. V. durch die Folgelandschaft des ehemaligen Tagebaus Kletterwitz-Nord (Teil 2). Vor Ort wird die Denaturierung des Gebiets erläutert und in einen größeren Kontext von Eingriff, Wiederherstellung und Deutung von Landschaft eingeordnet.
Abschließend leitet Sebastian Arsand ein Pleinairmalen direkt in der Landschaft an. Die Teilnehmenden sind eingeladen, ihre Eindrücke künstlerisch zu verarbeiten und sich malerisch mit der veränderten Umgebung auseinanderzusetzen. Das praktische Arbeiten vor Ort vertieft die zuvor geführten Gespräche und ermöglicht eine unmittelbare, individuelle Annäherung an den Landschaftswandel. Die Veranstaltung versteht sich als offenes Format, das Reflexion, Wahrnehmung und künstlerisches Handeln miteinander verbindet und neue Perspektiven auf postindustrielle Landschaften eröffnet.
Referenten
Sebastian Arsand
1976 geboren kam Sebastian Arsand durch die Arbeit des Vaters als Lehrer für Kunst und Deutsch schon früh in Kontakt mit den Künsten. 1988
besuchte er in den Ferien ein Kurs für analoge Photographie, welcher bis heute nachwirkt und die Türen für die anderen bildenden
Schaffensformen öffnete – von der Malerei über die (Druck)Graphik, Photographie, Bildhauerei in Stein bis zur Keramik und Schmuck reicht sein Schaffensfeld. Zudem spielen die Musik und performativen Künste eine wichtige Rolle in seinem Schaffen.
Seit 2010 ist er freischaffend in Finsterwalde tätig. Er stellte unter anderem in Berlin, Dresden, Soest, Erkner und vielen anderen Orten aus.
Website: arsandart.de
Die Galerie Grenouille wurde im November 2007 durch Jens Puppe und Sebastian Arsand als NON PROFIT Projekt gegründet und versteht sich
als unabhängiges Kunstforum der Stadt Finsterwalde. In einem Ladengeschäft in der Langen Straße mit angeschlossenem Hof werden seither mindestens zwei Mal jährlich KünstlerInnen unterschiedlicher Metiers präsentiert. In inzwischen über 40 Ausstellungen kamen vor allem die Künstler zum Ausdruck, die sich im kommerziellen und eingefahrenen Kunstverständnis der alt eingesessenen Kunst – Szene im Elbe – Elster Kreis nicht verortet sehen woll(t)en.
Die Galerie versteht sich als kulturelle Bereicherung der größten Stadt im Kreis und hat sich hier als Institution für die Künste etabliert. Der Name Galerie Grenouille (französich: Der Frosch) kam in humoristischer Überlegung zum Namen der freundlichen Nachbarn Unkenstein zustande.
| Datum: | 4. Juli 2026 |
| Beginn: | 10 Uhr Galerie Grenouille (Teil 1) 13 Uhr Lichterfeld F60 (Teil 2) |
| Ende: | 18 Uhr |
| Ort: | Galerie Grenouille Lange Straße 22, Finsterwalde und Naturparadies Grünhaus / Tagebau Kletterwitz-Nord |
| Referenten: | Sebastian Arsand Jens Puppe von der Galerie Grenouille |
Die Veranstaltung ist kostenlos, bedarf aber einer Anmeldung. Der Transport von der Galerie zum 6km entfernten Naturparadies Grünhaus muss selbst organisiert werden.
Einfach vielfältig ist eine kostenfreie Veranstaltung, die anteilig vom Teilhabefonds gefördert wird. Um unsere Arbeit und das Projekt zu unterstützen, sind wir dankbar für Spenden auf das Vereinskonto vom zukunftsFähig e.V.
Bei Fragen wenden Sie sich gerne an den Vorstand oder die Ansprechpartnerin dieser Veranstaltung Lea Hoffarth, (l.hoffarth-at- zukunftsfaehig.org)
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