Der Stoff aus dem die Sagen sind – Regionale Sagen verstehen und deuten lernen

Die Veranstaltung „Der Stoff, aus dem die Sagen sind“ widmet sich der lebendigen Überlieferung regionaler Mythen und ihrer kreativen
Weiterentwicklung. Sagen und Mythen sind ein wesentlicher Bestandteil regionaler Identität. Sie bewahren Erinnerungen, spiegeln Weltbilder vergangener Zeiten und wirken bis in die Gegenwart fort.

Im Rahmen einer sagenumwobenen Gebietsbegehung begeben sich die Teilnehmenden auf die Spuren lokaler Erzählungen, geheimnisvoller Orte und überlieferter Figuren der hiesigen Sagenwelt. Begleitet wird die Veranstaltung von Norbert Zach, Martin Ziegler und Helen Bergmann, die unterschiedliche Perspektiven aus Geschichtsforschung, regionaler Erinnerungskultur und künstlerischer Praxis zusammenführen.

Ein einführender Vortrag beleuchtet regionale Sagen, Sagengestalten und deren historische Hintergründe. Anschließend folgt eine angeleitete Analyse zentraler Figuren und Motive:
Welche Ängste, Hoffnungen und gesellschaftlichen Vorstellungen spiegeln sich in ihnen wider?
Welche Bilder und Erzählungen wirken bis heute fort?

Die gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend in einem tänzerischen Workshop unter der Leitung von Helen Bergmann körperlich und emotional erfahrbar gemacht. Für Helen Bergmann ist Tanz ein Erfahrungsraum, in dem Körperbewusstsein wachsen und Unbewusstes sichtbar werden kann. Bewegung eröffnet Zugänge zu Gefühlen jenseits von Sprache und schafft Möglichkeiten für Ausdruck, Verarbeitung und Transformation. In ihren Workshops entstehen Räume gemeinsamer Wahrnehmung und kollektiver Erfahrung, in denen Menschen voneinander lernen, sich gegenseitig wahrnehmen und gesehen fühlen können.

So verbindet die Veranstaltung historische Forschung, regionale Mythen und körperlich-künstlerische Praxis zu einem gemeinsamen Erfahrungsraum zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

Referenten

Norbert Zach ist Ortschronist von Kleinkrausnik und Gründer des Dorfmuseums

Link: Norbert Zach und die Entstehung des Dortfmuseums in Kleinkrausnik

Martin Ziegler (*1982) ist aufgewachsen in Gröbitz und Finsterwalde
hat Geschichte und Politikwissenschaft in Chemnitz und Leipzig studiert und ist Lehrer für Geschichte und Politik an der Evangelischen Schule Berlin Zentrum. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Frühe Neuzeit sowie Geschichte des Nationalsozialismus und der DDR, Forschungen zur Geschichte der Herrschaft Sonnewalde, des Dorfes Gröbitz und Geschichte der Niederlausitz sowie zu Flurnamen, Dialekten, zur sorbischen/wendischen Besiedelung der Niederlausitz, dem Dreißjähriger Krieg und Pestausbrüchen in der Region Finsterwalde.

Martin Ziegler ist Herausgeber der Sonnewalder Heimatblätter, Jahreshefte zur Geschichte und Gegenwart der Stadt Sonnewalde und Umgebung. Er schreibt: „Ich möchte das Interesse an der Geschichte der eigenen Familie, Heimat und Region Niederlausitz aufbauen, fördern und erweitern. Gleichzeitig soll damit auch das Verständnis für die kulturelle, politische und sprachliche Vielfältigkeit der Geschichte und Gegenwart unserer Region sichtbar gemacht werden.“

Gegründet von Hartmut Kieburg und Konrad Ziegler im Jahr 2000

Redaktion und Herausgeber Martin Ziegler

Themen: Forschungen zu Geschichte, Kultur, Archäologie, Religion und Umwelt sowie die Dokumentation von Erinnerungen, Geschichten und Bildmaterial.

Webseite: https://sonnewalderheimatblaetter.wordpress.com/

Helen Bergmann (*1996)

Ich bin seit meinem ganzen Leben in der Körperarbeit verwurzelt. In meiner Kindheit und Jugend war ich als Leistungssportlerin in der
Sportakrobatik aktiv, bevor ich eine professionelle Tanzausbildung zur Bühnentänzerin absolvierte. Seit 2021 arbeite ich als freischaffende Tanzkünstlerin, -lehrerin, -therapeutin und Choreografin in Berlin. Meine künstlerische Praxis umfasst Live-Performances, Tanzfilm, interdisziplinäre Kollaborationen sowie improvisationsbasierte Workshops, in denen ich mich mit Verkörperung und kollektiven Bewegungsprozessen auseinandersetze. Besonders beeinflusst bin ich dabei von wertvollen Erfahrungen aus meiner tanztherapeutischen Arbeit.

Zum Workshop

In meiner Arbeit verstehe ich Tanz als einen Erfahrungsraum, in dem Körperbewusstsein wachsen und Unbewusstes sichtbar werden kann. Bewegung eröffnet für mich einen Zugang zu Gefühlen, die jenseits von Sprache liegen, und schafft Möglichkeiten für Ausdruck, Verarbeitung und Transformation.

Ein zentraler Aspekt meiner Praxis ist die Verbindung innerhalb der Gruppe: Räume zu gestalten, in denen Menschen voneinander lernen, sich gegenseitig wahrnehmen und gesehen fühlen. Durch gemeinsame Bewegungsprozesse entstehen Formen von Resonanz, Empathie und kollektiver Erfahrung.

Meine Arbeit bewegt sich dabei an der Schnittstelle von choreografischer Forschung und Performance und setzt sich mit Fragen von Identität, Verkörperung und zwischenmenschlicher Dynamik auseinander. Mich interessiert, wie Bewegung psychologische und soziale Narrative sichtbar machen und Räume für gemeinsame Reflexion eröffnen kann.

Webseite: www.helu-collien.com

Datum:12. Juli 2026
Beginn:10 Uhr
Ende:18 Uhr
Ort:Werkhofgarten, Kleinkrausnik 21
Referenten:Norbert Zach, Martin Ziegler, Helen Bergmann

Die Veranstaltung ist kostenlos und inkludiert ein kostenloses Mittagessen: Es wird einen kostenfreien Mittagstisch aus lokaler biologischer Permakultur geben.

Hier kann man sich für Vortrag, Wanderung und Workshop anmelden:



    Einfach vielfältig ist eine kostenfreie Veranstaltung, die anteilig vom Teilhabefonds gefördert wird. Um unsere Arbeit und das Projekt zu unterstützen, sind wir dankbar für Spenden auf das Vereinskonto vom zukunftsFähig e.V.

    Bei Fragen wenden Sie sich gerne an den Vorstand oder die Ansprechpartnerin dieser Veranstaltung Lea Hoffarth, (l.hoffarth-at- zukunftsfaehig.org)


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